Pressespiegel

08.03.2012, Nabucco gibt die Kulissen vor

Ostholsteiner Anzeiger

Die Neuen Eutiner Festspiele präsentierten gestern die Bühnenbilder für die kommende Spielzeit.

Nichts weniger als die Quadratur des Kreises habe sie von Bühnenbildnerin Ursula Wandaress verlangt, gab die Intendantin der Neuen Eutiner Festspiele, Dominique Caron, zu. Drei neue Produktionen werde es in diesem Jahr geben, die alle eine eigene Identität hätten, so Caron. Doch Wandaress schaffte es, die Kulissen für die beiden Opern “Nabucco” und “Der Liebestrank” sowie die Operette “Die Blume von Hawaii” so zu gestalten, dass sie den Ansprüchen der Regisseure und den Gegebenheiten der Freilichtbühne gerecht wurden. “Dazu gehört große Kreativität”, lobte Caron.

Ausgangspunkt aller drei Bühnenbilder ist die Kulisse zu Nabucco. “Auf einer Freilichtbühne haben wir viel weniger technische Möglichkeiten als in einem normalen Opernhaus”, gab Wandaress zu bedenken. So gebe es weder einen Vorhang, noch Seitenbühnen oder einen versenkbaren Boden. Darüber hinaus müssen die Umbauarbeiten zwischen den einzelnen Stücken zügig vonstatten gehen.
“Das Bühnenbild dient den Darstellern und der Regie”

Im Mittelpunkt der Nabucco-Bühne steht eine große rote Treppe. Um sie herum gibt es fünf Türme, die mit einer Brücke verbunden sind. Die dominierenden Farben der Kulisse sind Grau und Dunkelblau. “Das Bühnenbild dient den Darstellern und der Regie”, erklärt Wandaress. Intendantin und Regisseurin Caron wollte für ihr Stück eine zurückhaltende Bühne, die dem Zuschauer die Möglichkeit lässt, Symbole für sich selbst zu enträtseln. “Die verschiedenen Orte der Oper werden lediglich angedeutet”, beschreibt Wandaress.

Die Grundkonstruktion von Nabucco bleibt auch beim Liebestrank erhalten. Nur dass die Türme hier ein mediterranes Dorf darstellen. “Die Architektur ist leicht abstrakt”, beschreibt die Bühnenbildnerin ihre Ideen. “Außerdem muss man sich die Landschaft von Eutin darum herum vorstellen”, erläutert sie weiter. Ein Vorteil sei gewesen, dass die Oper lediglich draußen spiele und deshalb keine Innenräume dargestellt werden müssen.

Von einer Landschaft in der Toskana verwandelt sich das Bühnenbild für “Die Blume von Hawaii” nicht nur in die Pazifikinsel, sondern auch noch in Monte Carlo. Möglich wird dies durch eine, wie Wandaress es nennt, “grafische Abstraktion, die aber nicht in den Kitsch abgleitet”. Dass die Handlung jetzt in Monte Carlo spielt, verdeutlichen etwa zwei große Schriftzüge, und das amerikanische Konsulat ist an großen Flaggen zu erkennen.

von Claudia Resthöft

08.03.2012, Eine Freitreppe für die Freilichtbühne

Lübecker Nachrichten

Eutin – Die Bühnenbild-Entwürfe für die Eutiner Festspiele sind fertig. Ursula Wandaress zaubert zwei Paläste, einen toskanischen Gutshof und eine Bar auf den grünen Hügel.

Das Grundgerüst ist immer gleich: zwei fünf Meter hohe rechteckige Türme rechts und links, dazwischen Durchgänge, die mit Schiebe-Elementen geöffnet und geschlossen werden können, und eine Freitreppe: Dieses ausladende Bauwerk ist der zentrale Punkt der Bühnenbilder für die Spielzeit 2012 der Eutiner Festspiele. Bühnenbildnerin Ursula Wandaress stellte ihre Entwürfe gestern vor. Sie bewegen sich optisch und inhaltlich zwischen Babylon und Monte Carlo, Hawaii und Toskana.

Wandaress führte am Modell vor, wie einfach die Verwandlung vor sich geht. Vor das Grundgerüst werden einfach die unterschiedlichen Elemente für die drei Werke „Nabucco“, „Der Liebestrank“ und „Die Blume von Hawaii“ gehängt. Durch die Schiebetüren lassen sich immer neue Räume öffnen. Und so wird aus der düsteren, grau-schwarz gehaltenen Kulisse von Babylon mit der blutroten Freitreppe beinahe im Handumdrehen ein sonnenbeschienener Gutshof in der Toskana mit ockerfarbenen Wänden oder ein Palast in Honolulu mit buntem Dekor. Mit kleinen Kunstgriffen wird aus dem Palast wiederum eine Bar in Monte Carlo. Etwa beim Spiel mit den Nationalfarben. Die sind beim 1895 von den Amerikanern besetzten Hawaii Blau, Weiß und Rot, bei Monte Carlo aber nur Weiß und Blau. Also werden die roten Streifen auf den hawaiianischen Flaggen kunstvoll von weißen Pilastern verdeckt. Und schon passt das Farbspiel.

„Jedes Stück ist woanders angesiedelt und hat einen anderen Charakter“, begründet Wandaress ihre Überlegungen. Wobei die Besonderheit der Eutiner Bühne eine wichtige Rolle spielt. „Man hat beim Freilichttheater nicht die Möglichkeiten wie in einem festen Haus, keinen Schnürboden, keine Versenkung, keine Seitenbühnen“, sagt die Bühnenbildnerin. Außerdem müssen die Umbauten innerhalb der Stücke und von Stück zu Stück immer zügig und ohne großen Aufwand funktionieren.

In ihren Entwürfen hat Wandaress nicht alles bis ins Letzte ausgeformt. Manches muss sich der Zuschauer denken, manches wird nur angedeutet. Etwa bei „Nabucco“, der Oper von Giuseppe Verdi, die erst in Jerusalem, dann in Babylon spielt. Da sind die Gitterelemente, in deren Muster der Davidstern angedeutet ist. Bei der Verwandlung von Jerusalem in Babylon werden die Gitter durch goldene Wände ersetzt – Zeichen des Götzen Baal. Ähnlich feinsinnig ist die Verwandlung beim Bühnenhintergrund für die „Blume von Hawaii“. Da wird die golden im Meer versinkende Sonne mit roten Portieren eingerahmt – und schon wird der Strand optisch zum Fenster der Bar.

Es ging, sagt Intendantin Dominique Caron, beim Bühnenbild um die Quadratur des Kreises. „Wir haben drei Produktionen, die alle einen ganz eigenen Charakter haben. Bei diesen Gegebenheiten ist es mit unheimlich viel Kreativität gelungen, ein wirklich sehr ansprechendes Grundmodell und darauf aufbauend drei völlig unterschiedliche Atmosphären zu schaffen.“

Von Susanne Peyronnet

07.03.2012, Bühnenbilder für Eutiner Festspiele

Wenn die Eutiner Festspiele mit der Verdi-Oper „Nabucco“ am 6. Juli auf der Freilichtbühne
im Schlossgarten Premiere feiern, spielt das Ensemble in einem Bühnenbild nach Entwürfen von Ursula Wandaress.

Eutin. Vor Monaten hat die Bühnen- und Kostümbildnerin damit begonnen, Entwürfe auszutüfteln, die umgesetzt ebenso zweckmäßig und kostensparend wie bespielbar sein müssen und für den „Liebenstrank“ und „Die Blume von Hawaii“ variiert werden. Den Grundbau für „Nabucco“ bestimmen die Ortswechsel zwischen dem Tempel in Jerusalem und dem Palast in Babylon. Wichtig ist Wandaress ein abstrahiertes Bühnenbild, das mit Vorhängen, Schiebewänden und Dekoration schnell veränderbar ist. Für den „Liebestrank“, der in der Toskana spielt, versieht sie den Grundbau mit warmen ockergelben Elementen, und der Kolonialstil für die „Blume von Hawaii“ wird mit maritimen Symbolen geschaffen. Entsprechend variabel sollen die phantasievoll-orientalischen Kostüme ausfallen.

von Orly Schekan

23.09.2011, Glücklicher Kultur-Schulterschluss für die Eutiner Festspiele 2012!

Lübecker Nachrichten vom 23.09.2011

Festspiel-Leitung und Koordinator der Weber-Tage wollen 2012 Zusammenarbeit angehen. Was seit Jahren zwischen den Verantwortlichen der Eutiner Festspiele und anderen Kulturschaffenden in der Umgebung angedacht, von mehreren Intendanten großspurig angekündigt war, aber letztlich doch nicht zustande kam, könnte im kommenden Jahr endlich klappen: eine Kooperation. Im städtischen Kulturausschuss bekräftigten sowohl Hans-Wilhelm Hagen für die Festspiele als auch Martin Karl-Wagner, Koordinator der Weber-Tage, Musiker und Musikveranstalter, ihren Willen zur gemeinsamen Gestaltung des Eutiner Sommerprogramms. Dafür ernteten sie Lob und Zustimmung aus allen Fraktionen.

01.09.2011, Einsatzfreudig!

September-Ausgabe 2011 der Opern-Fachzeitzeitschrift “Opernglas”.

Rainer Wulff, seit 25 Jahren Stadionsprecher des FC St. Pauli, blickt als abgeklärter, alternder Wüstling erzählend auf seine wilden Jahre zurück: Mozarts »Don Giovanni« stand diesmal bei den Eutiner Festspielen auf dem Programm, und neben dieser praktikablen szenischen Zutat verzichteten die Regisseure Jörg Fallheier und Sascha Mink zur Freude des Publikums auf jegliche Experimente. Zudem hatten sie einsatzfreudige Sängerdarsteller zur Verfügung, um ihre gut funktionierende Inszenierung ansprechend umzusetzen.
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16.08.2011, Kindgerechte “Zauberflöte” mit Saxofon und Schlagzeug

Premierenbericht der Lübecker Nachrichten vom 16.08.2011

…Sascha Mink, der auch Regie führte, und Gabriele Pott, die die Aufführung leitete, ist eine mitreißende Version des Mozart-Dauerbrenners gelungen…Das ist mit soviel liebevoller Detailarbeit auf die von Ursula Wandaress gestaltete Bühne gebracht (sie war auch für die Kostüme zuständig), dass man auch als erprobter „Zauberflöten“-Veteran durchaus ins Staunen geriet…. Der Kinder- und Jugendchor der Festspiele, choreografiert von Katja Grzam, agierte ganz ausgezeichnet. Stimmlich setzte Vera Lotte Böcker als Pamina das Glanzlicht, Papageno Titus Witt erhielt auch Szenenapplaus. Birgit Böckeler gab eine eher bösartige Königin der Nacht, Marie-Christine Haase als Papagena, Jan Westendorff als Sarastro und André Felipe Orozoco als Tamino überzeugten darstellerisch und gesanglich in ihren Partien.
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16.08.2011, “Zauberflöte mit Tempo und Witz!”

Premierenbericht der shz vom 16.08.2011

… 600 Besucher aller Altersstufen erlebten nicht nur eine regenfreie, sondern auch eine rasante Version der großen Mozart-Oper. Statt eines Orchesters wurde die Zauberflöten-Concert-Band mit 16 Profi-Musikern aus Lübeck, Hamburg und Kanada in heißen Rhythmen begleitet. Instrumente wie Saxophon, Tuba und Schlagzeug, die es zu Mozarts Zeiten noch nicht gab, sorgten in der “Kleinen Zauberflöte” für eine neue Leichtigkeit und ließen den Opernbesuch zu einem kurzweiligen Erlebnis werden…

13.08.2011, Musical-Nacht der Festspiele begeisterte auf dem “grünen Hügel!”

shz vom 13.08.2011

Das Wetter geriet bei der Premiere der Musical-Nacht der Eutiner Festspiele am Freitagabend zur Nebensache. Bravo-Rufe, lobende Pfiffe und ein Publikum, das vor Begeisterung die Ränge beben ließ, bestätigte, dass die Entscheidung für eine Musical-Nacht richtig war.
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10.08.2011, “Last Night” in Eutin

shz vom 10.08.2011

Heute Abend geben sie auf der Freilichtbühne ihr Abschiedskonzert, morgen früh schon geht es auf die Heimreise in die USA: Für rund 70 Studenten der Musikhochschule Lawrence endet jetzt ihr sechswöchiger Rettungseinsatz für die Eutiner Festspiele.
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01.08.2011, “Eine Stadt belohnt sich und sein Festspiel-Publikum!”

www.eldertainment.de, 01.08.2011

…nach den ersten Festspiel-Wochen muss man einfach sagen: „Kommt zusammen – es lohnt sich!“ Für die Stadt, die Region, die Wirtschaft, den lokalen und Ostsee-Tourismus, die durstigen Kulturseelen in Eutin und selbst für die Kulturpessimisten und Geschichtsidealisten einer Festspielkultur, als noch Schwägerin Hilde und Tante Gunni im Festspielchor sangen, auf der Bühne und im Orchester musikantenscheunenartige Qualität herrschte, die Picknickkörbe häufiger waren und der Prosecco noch nicht erfunden.
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29.07.2011, Das Publikum klascht oft

shz, 29.07. 2011

Die Oper “Hänsel und Gretel” ist ein Geschenk der Kansas University (KU) zum Erhalt der Eutiner Festspiele. Seit knapp einem Monat arbeiten und leben die Orchestermusiker sowie die sieben Gesangsolisten aus Lawrence jetzt in der ostholsteinischen Kreisstadt. Von ihren Eindrücken hier berichteten die munteren Künstler aus den USA gestern in einer deutsch-englischen Konversation dem OHA.
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26.07.2011, Die böse Hexe lockt mit Chips

shz, 26.07.2011

US-amerikanische Gäste lassen Humperdincks Oper “Hänsel und Gretel” bei den Eutiner Festspielen in der Gegenwart spielen.
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