Carl Maria Friedrich Ernst von Weber 

 

wurde  am 18. oder 19. November 1786 in Eutin in der Lübecker Straße 48 geboren, wo heute noch sein Geburtshaus steht. Er ist ein berühmter Sohn der Stadt und Komponist des „ Freischütz“. Als Sohn aus der zweiten Ehe des Stadtmusikus Franz Anton von Weber reiste er mit seiner Familie zwischen 1787 und 1796 als Theaterunternehmer oder Mitglied von Theatertruppen durch Deutschland und Österreich. Der Knabe erhielt Musikunterricht u. a. in Hildburghausen, Salzburg und München, 1803/4 dann in Wien (bei Abbé Vogler). Vogler empfahl den 18-jährigen als Kapellmeister nach Breslau, wo Weber von 1804-1806 tätig war. Die Zeit zwischen 1811 und 1813 bezeichnete Weber selbst als “Reisejahre”, da er – meist konzertierend – in Süddeutschland (München), der Schweiz, in Sachsen-Gotha und Weimar sowie in Berlin unterwegs war.

1813 erhielt er das Angebot, die Kapellmeisterstelle am Prager Stände-Theater zu übernehmen. Dort war er bis Herbst 1816 tätig. Ende des gleichen Jahres wurde er dann an den Dresdner Hof verpflichtet, um ein deutsches Departement des dortigen Hoftheaters aufzubauen. 1802 und 1820 machte Weber auf Konzertreisen Station in Eutin. Dresden blieb Webers dauerhaftestes Wirkungsfeld. In dieser Zeit entstanden seine drei großen Opern, der Freischütz (UA 1821 in Berlin), Euryanthe (UA 1823 in Wien) und Oberon (UA 1826). Weber starb wenige Wochen nach der Uraufführung des Oberon an den Folgen einer langjähriger Lungentuberkulose in London.

Zu seinem 125. Todestag  wurden 1951 die Eutiner Festspiele gegründet, Opern- und Gala-Aufführungen mit jährlich bis zu 40.000 Besuchern.

Kulturelles Erbe

Glanzpunkt der Region ist das Eutiner Schloss, Blick auf das Eutiner Schlossin dessen Hof und Rittersaal auch zahlreiche Konzerte zu Gast sind. Es ist das Symbol holsteinischer Geschichte – aus einer mittelalterlichen Burg entstanden. Ursprünglich gehörte es den Lübecker Fürstbischöfen, später residierten hier die Gottorfer Fürstbischöfe, danach diente es den Herzögen von Oldenburg als Sommerresidenz. 1717 bis 1727 wurde die Barockresidenz unter Leitung des Baumeisters Rudolph Matthias Dallin ausgebaut.  Bis nach dem Zweiten Weltkrieg lebte hier die herzogliche Familie. 1992 brachte die herzogliche Familie Schloss und Garten in die Stiftung Schloss Eutin ein. Es folgten umfangreiche Sanierungsarbeiten, die sich bis weit nach der Jahrtausendwende hinzogen.  Die historische Architektur wurde von 1986- bis 2006 aufwendig saniert und  ist authentisch ausgestattet. Das Inventar aus Gemälden, Gobelins, Wandbespannungen wurde fachgerecht überarbeitet.

Das Schloss Eutin mit seiner beherrschenden Fassade hatte einen berühmten Filmauftritt: Es diente 1972 als Kulisse für „Cabaret“ mit Liza Minelli.

Das Schloss steht zur Besichtigung offen. Dabei ist ein großer Teil der Originalausstattung zu sehen, darunter auch Geschenke der russischen Zaren.

Das Eutiner Stadtschloss liegt am Seeufer des Eutiner Sees, umgeben vom im Englischen Landschaftsgartenstil gehaltenen Schloßpark, einem der bedeutendsten Parkanlagen Schleswig- Holsteins. Die Austragungsort der Eutiner Festspiele ist Bestandteil des Gartendenkmals.

Auf einer Parkfläche von 14 ha erlebt der Besucher eine gestaltete Landschaft mit kunstvoll geschaffenen Naturbildern. Der Park steht der Eutiner Bevölkerung und allen interessierten Besuchern offen.