17.11.2017

Exklusives Päckchen der Eutiner Festspiele

Eintrittskarten für die Aufführungen der Eutiner Festspiele sind beliebte Weihnachtsgeschenke. Das bekommen die Mitarbeiterinnen in der Opernscheune in den Kundengesprächen immer wieder zu hören. Diese positive Resonanz hat die Festspiele jetzt ermuntert, zur Adventszeit in begrenzter Anzahl ein besonderes Kartenangebot zu präsentieren: Es umfasst ein erstklassiges Ticket für eine von vier Sonntagsvorstellungen in der Spielzeit 2018, garniert mit einer genussvollen Bootsfahrt auf dem Großen Eutiner See und exklusiven Einblicken in die Arbeitswelt der Bühnenkünstler - das Ganze zu einem Vorzugspreis und mit einem süßen Extra in dekorativer Geschenkaufmachung.

„Ein schönes Geschenk macht noch mehr Freude, wenn es einfallsreich verpackt ist. Das war Ansporn für uns, zu Weihnachten etwas Besonderes bieten zu können. Und ich finde, unser feines Päckchen für den Gabentisch kann sich wirklich sehen lassen", sagte Ulrike Horstmann, in der Opernscheune zuständig fürs Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit.

Sie rät allen Interessenten, mit der Bestellung des Weihnachtspäckchens der Festspiele nicht lange zu warten: „Wir haben für jede der vier Vorstellungen von ‚My Fair Lady' und ‚La Traviata' nur eine limitierte Stückzahl an Karten zur Verfügung, mehr sind organisatorisch leider nicht möglich."

Begrenzt ist auch der Zeitraum, in dem das Weihnachtspäckchen der Festspiele geordert werden kann: Buchungen sind vom 27. November bis 15. Dezember zu den Geschäftszeiten der Konzertkasse in der Opernscheune (Tel. 04521/ 8001-0) möglich. Die Auslieferungen der Geschenkarrangements sollen garantiert rechtzeitig bis Heiligabend erfolgen.

Unabhängig von dieser Sonderaktion läuft der Kartenvorverkauf für die 68. Spielzeit der Eutiner Festspiele aktuell weiter auf Hochtouren. „Wir sind mit der Nachfrage bisher sehr zufrieden. Nach dem Start Mitte Oktober haben wir innerhalb von vier Wochen bereits mehr als 6000 feste Kartenbestellungen erhalten. Damit sind 27 Prozent unserer Zielmarke von 22.000 Besuchern, die wir im Wirtschaftsplan 2018 für ein ausgeglichenes Ergebnis kalkuliert haben, bereits erreicht. Aber wir wissen natürlich auch, dass noch viel mehr zu tun ist, damit die Festspiele zum früheren Glanz zurückfinden. Wir sind entschlossen, hart dafür zu arbeiten", sagte Festspiele-Geschäftsführer Falk Herzog.

Er zeigte sich dankbar, dass er in seinen ersten Gesprächen auf der politischen Bühne große Wertschätzung und Unterstützung für die Eutiner Festspiele erfahren habe. Besonderen Wert lege er auf die Schaffung eines Vertrauensverhältnisses mit der Eutiner Stadtvertretung. „Ich habe den Fraktionen angeboten, ihnen Rede und Antwort zu unseren Zukunftsvorstellungen zu stehen und freue mich auf die Gespräche."

Er sei optimistisch, dass auch die Stadt, wie schon das Land und der Kreis, die für 2018 wieder beantragte Fördersumme von 75000 Euro für die Festspiele im Haushalt fest in Aussicht stellen werde. Herzog betonte, dass er mehr öffentliches Geld vorläufig auch nicht beanspruchen wolle: „Ich stehe auf dem Standpunkt, dass die Festspiele jetzt erst einmal zeigen müssen, was sie können. Ich verstehe voll und ganz, dass die Politik eine solide Rechtfertigung dafür braucht, Förderungen zu erhöhen. Das zu erreichen ist eines unserer Hauptziele für die nächsten Jahre."

Die gemeinnützige Neue Eutiner Festspiele GmbH präsentiert in der Spielzeit 2018 das Musical „My fair Lady" und die Oper „La Traviata" mit insgesamt 17 Vorstellungen. Offiziell wird die 68. Saison auf der Freilichtbühne am 6. Juli mit der Premiere von „My Fair Lady" eröffnet, Verdis „Traviata" hat am 20. Juli Premiere. Zum Abschluss steht am 31. August ein Gala-Abend unter dem Titel „Hallo Weber – hello Bernstein" auf dem Programm.

10.11.2017

Antrittsbesuch bei Ministerpräsident Günther

MP Plakate 09-11-17Das Klingeln der Telefone ist Freudenmusik in der Opernscheune: Der vor drei Wochen gestartete Vorverkauf für die Spielzeit 2018 läuft auf Hochtouren. "Um 13 Uhr haben wir am Donnerstag die Zahl von 5000 festen Kartenbestellungen überschritten. Damit sind 20 Prozent unseres Einnahmesolls bereits erreicht"' erklärte gestern der kommissarische Festspiele-Geschäftsführer Falk Herzog in Eutin.

Diese gute Nachricht machte er postwendend bei seinem Vorstellungsgespräch in der Staatskanzlei publik. Ministerpräsident Daniel Günther setzt die Tradition seiner Amtsvorgänger fort und fungiert ehrenamtlich als Schirmherr der Eutiner Festspiele. Bei dem Treffen in Kiel erläuterte Herzog dem Regierungschef die aktuelle Entwicklung und die Zukunftsplanungen in der Opernscheune.

Besonders interessiert zeigte sich Guenther an dem Vorhaben der Festspiele, mit Hilfe des im Kulturbereich renommierten Beratungsunternehmens actori die eigene Marktposition zu durchleuchten und neue Entwicklungschancen auszuloten. Damit wollen die Festspiele auf Veränderungen in der Kulturlandschaft, aber auch bei den Sehgewohnheiten des Publikums jetzt beherzt reagieren.

Die drei Gesellschafter der gemeinnützigen Festspiele-GmbH haben auf eigene Kosten das Beratungsunternehmen aus München beauftragt, zukunftsweisende Empfehlungen für das Programmangebot und die Organisationsstruktur zu erarbeiten. Ergebnisse sollen im Frühjahr 2018 präsentiert werden.

Geschäftsführer Falk Herzog: „Mit dem Konsolidierungskurs der vergangenen Jahre ist der Bestand der Eutiner Festspiele stabilisiert worden. Jetzt geht es darum, mit einem ansprechenden, musikalisch und strukturell maßgeschneidertem Konzept für frische Attraktivität und wachsendes Zuschauerinteresse zu sorgen."

Nach dem Gespräch in Kiel äußerte sich Herzog erfreut über das Interesse des Ministerpräsidenten an einer fundierten Zukunftsplanung für das Eutiner Musiktheater. "Herr Günther war gut informiert über die Verhältnisse unserer Gesellschaft und hat klar seine große Wertschätzung für die Eutiner Festspiele betont. Wir freuen uns über diese persönliche Rückendeckung und setzen auch künftig auf die Unterstützung des Landes"' sagte Herzog.

Nach seinen Worten hat der Ministerpräsident zugesagt, als Ehrengast zur Eröffnung der 68. Spielzeit zu kommen. Aufgeführt werden im Juli und August 2018 das Musical "My fair Lady" und die Oper "La Traviata". Angesetzt sind insgesamt 17 Vorstellungen, zudem steht zum Abschluss am 31. August ein Galaabend unter dem Titel "Hallo Weber - hello Bernstein" auf dem Spielplan.

In der starken Karten-Nachfrage sieht Falk Herzog eine Bestätigung der Entscheidung, noch im Sommer 2017 die Programmauswahl fürs nächste Jahr bekannt zu geben. Das gebe allen Beteiligten die notwendige Planungssicherheit. Als Anreiz für die Kartenbestellung wirke auch der gewährte Frühbucherrabatt. Der endet am 1. Dezember, eine Verlängerung werde es nicht geben, betonte Herzog. „Wir hoffen, dass die Telefone weiter kräftig klingeln."

Hintergrund: Die 1951 gegründeten Eutiner Festspiele finanzieren sich traditionell zu über 80 Prozent aus Einnahmen durch Kartenverkauf und Sponsorengelder. Öffentliche Fördermittel geben das Land (80.000 €), die Stadt Eutin (75.000€) und der Kreis Ostholstein (25.000€). Der Wirtschaftsplan für 2018 sieht Ausgaben und Einnahmen in Höhe von rund 1,4 Mio. € vor, kalkuliert ist mit einer Auslastung von 60 %. Die Tribüne fasst 1.886 Zuschauer.

Seit dem Start des Vorverkaufs am 16. Oktober sind aktuell bereits über 5000 Karten verkauft worden, der beste Start seit Jahren. Träger der Festspiele ist die gemeinnützige Neue Eutiner Festspiele GmbH. Gesellschafter sind neben Falk Herzog die Eutiner Unternehmer Arend Knoop und Dr. Joachim Scheele. Die künstlerische Verantwortung für die Festspiele-Produktionen auf der Freilichtbühne am Großen Eutiner See trägt die seit 2012 amtierende Intendantin Dominique Caron; Geschäftsführer ist seit Oktober Falk Herzog (37) aus Stendorf.

(Foto: Staatskanzlei)

 

29.09.2017

Abschied in der Opernscheune

Sabine Kuhnert hat ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin der Neue Eutiner Festspiele gGmbH (NEF) aufgegeben. Das gaben die Festspiele gestern Nachmittag bekannt.

„Ich gehe aus eigenem Entschluss und in der festen Überzeugung, meine vor drei Jahren hier begonnene Aufgabe erfüllt zu haben. Jetzt ist die Zeit gekommen für die nächste Generation, und ich empfinde es wahrhaft als Glücksfall, dass mit Falk Herzog ein Gesellschafter nun auch bereit ist, als mein Nachfolger in der Geschäftsführung Verantwortung für die Zukunft der Festspiele zu tragen“, sagte Kuhnert.

Falk Herzog dankte Sabine Kuhnert auch im Namen seiner Mitgesellschafter Dr. Joachim Scheele und Arend Knoop für ihre zielstrebige und engagierte Arbeit. „Sabine Kuhnert hat es nicht nur geschafft, unsere Gesellschaft wirtschaftlich zu konsolidieren. Ihr ist es auch gelungen, den kulturellen Stellenwert der Festspiele dem Publikum und den öffentlichen Förderern zu vermitteln. Darauf können wir aufbauen“, sagte Falk Herzog.

Der Eigentümer des Gutes Stendorf hatte im August die bis dato von der Hamburger Cautus GmbH gehaltenen Anteile an der gemeinnützigen Trägergesellschaft der Festspiele erworben. Er wird nun für eine Übergangszeit die Aufgaben der Geschäftsführung in der Opernscheune übernehmen. Wichtig sei dabei für ihn, einerseits die Vorbereitungen für die nächste Spielzeit bruchlos fortzusetzen, andererseits aber auch die Planungen für die künftige Gestaltung der Eutiner Festspiele voranzutreiben. „Dies ist aber für mich keine Dauerlösung. Wir wollen in absehbarer Zeit wieder eine im Kulturmanagement und – marketing qualifizierte Geschäftsführung bestellen“, kündigte Herzog an.

Die Eutiner Festspiele präsentieren in der Spielzeit 2018 das Musical „My Fair Lady“ und die Oper „La Traviata“. Der Karten-Vorverkauf startet am 16. Oktober.

30.08.2017

Staffelübergabe bei den Eutiner Festspielen

In der privaten Trägerschaft für die Eutiner Festspiele hat es zum Ende der Spielzeit einen Wechsel gegeben: Die in Hamburg angesiedelte Cautus VermögensverwaltungsgesellschaftmbH, die bisherige Mehrheitsgesellschafterin der gemeinnützigen Neue Eutiner Festspiele gGmbH, hat ihre Anteile veräußert.

Diese werden vollständig von Herrn Falk Herzog, Eigentümer des Gutes Stendorf, übernommen. Als Mitgesellschafter bleiben Herr Arend Knoop (Schönwalde) und Herr Dr.-Ing. Joachim Scheele (Eutin) weiter in der Eigentümerverantwortung der Festspielgesellschaft.

Die Cautus VermögensverwaltungsgesellschaftmbH, die zum Firmengeflecht des verstorbenen Festspiele-Mäzens und Kaufmann Eckhart Ulbrich gehört, hatte 2015 zusammen mit Arend Knoop und Dr. Joachim Scheele die Festspiele gGmbH von der Wirtschaftsvereinigung Eutin erworben.

Dieses Engagement sei von jeher als befristete Hilfe zur Sicherung der Festspiele in Eutin angelegt gewesen, betonte Cautus-Geschäftsführer Mirko Stemmler. „Ich freue mich, dass jetzt mit Herrn Herzog ein reibungsloser Übergang in der Verantwortung für den Bestand der Festspiele stattfindet. Damit wird die regionale Verankerung und Identität des kulturellen Aushängeschildes in Ostholstein gestärkt.“

Falk Herzog begründete seinen Einstieg in die Festspiele gGmbH mit dem Wunsch, zur Attraktivität des ländlichen Raumes durch entsprechende Kulturangebote beizutragen. „Ich finde es wichtig, dass sich auch meine Generation gesellschaftlich engagiert und auch kulturelle Traditionen weiterentwickelt. In Eutin passieren mit der Landesgartenschau und der Stadtsanierung zukunftsorientierte Projekte, da wäre es doch schade, wenn diesem Vorwärtsschwung die Festspiele nicht mehr zu Attraktivität der Stadt beitragen könnten.“ Er wisse wohl, dass die Freilichtoper auch als Sorgenkind groß geworden sei: „Aber sie ist für mich aus Eutin nicht wegzudenken.“

Verbunden mit dem Rückzug der Cautus VermögensverwaltungsgesellschaftmbH aus der Festspiel-Gesellschaft ist auch der Eigentumswechsel an der Opernscheune. Sie wird ebenfalls in den Besitz von Falk Herzog übergehen. Er werde an den bisherigen Mietkonditionen für die Festspiele in den nächsten Jahren nichts verändern, sagte er dazu. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es.

Die Cautus VermögensverwaltungsgesellschaftmbH hatte 2012 die Opernscheune in einem von der Sparkasse Holstein betriebenen Zwangsverfahren erworben und damit den Fortbestand der Festspiele gesichert.

Festspiele Geschäftsführerin Sabine Kuhnert äußerte sich erleichtert über die glatte Nachfolgeregelung in der Trägerschaft. „Die Festspiele sind Familie Ulbrich und auch Herrn Stemmler, dem Geschäftsführer der Cautus VermögensverwaltungsgesellschaftmbH, zu großem Dank verpflichtet für die jahrelange, großzügige und zuverlässige Unterstützung. Ich bin sicher, dass dies auch für Herrn Herzog gelten wird. Wir freuen uns sehr, dass wir nun gemeinsam mit Herrn Herzog die begonnene Zukunftsentwicklung hin zu einem der Tradition verbundenen innovativen Kulturbetrieb fortsetzen werden.“