28.08.2017

Rückblick zum Saisonende 2017

Nach zwei Monaten ist die Festspielsaison in Eutin gerade zu Ende gegangen. Im Rückblick lässt sich ein positives Fazit für die Produktion „Die Fledermaus" ziehen. Der Kartenverkauf erfüllte die Erwartungen der kalkulierten Besucherzahlen und die Inszenierung, die Solisten, der Chor und das Orchester begeisterten die Operetten-Liebhaber.
Hinter den Erwartungen blieben mit insgesamt 2.000 Gästen weniger die Sonderveranstaltungen. Der Musical-Abend mit Akteuren der Musikhochschule Lübeck fand insbesondere beim jungen Publikum Anklang. Das Programm der Operetten- und Opern-Gala-Abende war auf die Freunde bekannter klassischer Arien und Melodien zugeschnitten. Mit der Wolfsschlucht wurde erstmals eine Uraufführung auf die Bühne der Eutiner Festspiele gebracht. Diese, von Leo Siberski konzipierte Geschichte um Carl Maria von Webers Wolfsschluchtszene, wurde mit verhaltenem Interesse im Vorwege aufgenommen. Elektronische Klänge, neue Dialoge und Liedstücke gaben dieser Cross-Over-Produktion ihre besondere Ausstrahlung. Die Inszenierung stieß dann allgemein beim Publikum auf großen Beifall und Standing Ovations, Freunde des traditionellen „Freischützes" beschreiben sie als „eine spannende Erfahrung". Ein Termin für die Wiederaufnahme wird zurzeit diskutiert.

Weitere Highlights 2017

Durch die Kooperation mit der Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule haben die Festspiele eine weitere Bereicherung erfahren. Theaterpädagogen, Kunstlehrer und Schüler begeisterten durch eigene Aufführungen im Torhaus und eine Ausstellung in der Opernscheune. Die Themenfelder Fledermaus und Maskenball wurden analog zur diesjährigen Hauptproduktion „Die Fledermaus" in den Kursen der Schule erarbeitet. Ein hohes Maß an Engagement und Freude seitens aller Beteiligten in Schule und Opernscheune ließ diese Zusammenarbeit zu einem Erfolgsrezept werden.
Zum ersten Mal gingen Solisten der Eutiner Festspiele auf eine kleine "Tournee" und luden zu einer musikalischen "Teatime" auf der Scharbeutzer Strandbühne oder in die Strandkirche ein. „Auch dieses Konzept ist aufgegangen", freut sich Sabine Kuhnert. Mehrere hundert Gäste und Einheimische besuchten die drei 70-minütigen „Schnupper-Konzerte" und ließen sich für einen Festspielabend in Eutin inspirieren. Diese wunderbaren Konzerte sind durch die neue Kooperation zwischen den Festspielen und der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht AöR möglich geworden."

Fazit

„Die Entscheidung für 2017 mit einer Operette als Publikumsmagnet in die Spielzeit zu gehen, hat sich als richtig erwiesen. Wir werden in den nächsten Wochen genau analysieren, welche Verbesserungen und Änderungen für die Spielzeit 2018 vorgenommen werden müssen und warum die vier Sonderveranstaltungen schlechter besucht waren, als erwartet", merkt Geschäftsführerin Sabine Kuhnert an. „Insgesamt können wir aber zufrieden sein. Nur an drei Veranstaltungstagen waren Regencapes notwendig, alle anderen fanden unter trockenen und sommerlichen Bedingungen statt. Durch großzügige Spenden und einen solide aufgestellten Wirtschaftsplan können wir diese Spielzeit beschließen, ohne Alt-Lasten in die neue Saison mitzunehmen."

Vorausschau 2018

Das Programm der Neuen Eutiner Festspiele gGmbH wurde bereits festgelegt. Auch für die kommende Saison ist der Wunsch nach Tradition und Erneuerung in der Auswahl der Stücke zu erkennen.
Das weltbekannte Musical „My fair Lady" von Frederick Loewe und Alan J. Lerner und Giuseppe Verdis Oper „La Traviata" werden die Spielzeit von Juli bis August 2018 bestimmen.
Im nächsten Jahr ist eine Weber-Gala unter dem Motto „Carl Maria von Weber und seine Freunde" geplant. Damit wird ein Leitgedanke der Eutiner Festspiele, mindestens ein Stück in der Spielzeit dem in Eutin geborenen Komponisten zu widmen, erfüllt.
Vorverkauf
Der Vorverkauf für die Spielzeit 2018 beginnt am 16. Oktober 2017. Die Öffnungszeiten der Kartenzentrale werden noch bekanntgegeben.