10.11.2017

Antrittsbesuch bei Ministerpräsident Günther

MP Plakate 09-11-17Das Klingeln der Telefone ist Freudenmusik in der Opernscheune: Der vor drei Wochen gestartete Vorverkauf für die Spielzeit 2018 läuft auf Hochtouren. "Um 13 Uhr haben wir am Donnerstag die Zahl von 5000 festen Kartenbestellungen überschritten. Damit sind 20 Prozent unseres Einnahmesolls bereits erreicht"' erklärte gestern der kommissarische Festspiele-Geschäftsführer Falk Herzog in Eutin.

Diese gute Nachricht machte er postwendend bei seinem Vorstellungsgespräch in der Staatskanzlei publik. Ministerpräsident Daniel Günther setzt die Tradition seiner Amtsvorgänger fort und fungiert ehrenamtlich als Schirmherr der Eutiner Festspiele. Bei dem Treffen in Kiel erläuterte Herzog dem Regierungschef die aktuelle Entwicklung und die Zukunftsplanungen in der Opernscheune.

Besonders interessiert zeigte sich Guenther an dem Vorhaben der Festspiele, mit Hilfe des im Kulturbereich renommierten Beratungsunternehmens actori die eigene Marktposition zu durchleuchten und neue Entwicklungschancen auszuloten. Damit wollen die Festspiele auf Veränderungen in der Kulturlandschaft, aber auch bei den Sehgewohnheiten des Publikums jetzt beherzt reagieren.

Die drei Gesellschafter der gemeinnützigen Festspiele-GmbH haben auf eigene Kosten das Beratungsunternehmen aus München beauftragt, zukunftsweisende Empfehlungen für das Programmangebot und die Organisationsstruktur zu erarbeiten. Ergebnisse sollen im Frühjahr 2018 präsentiert werden.

Geschäftsführer Falk Herzog: „Mit dem Konsolidierungskurs der vergangenen Jahre ist der Bestand der Eutiner Festspiele stabilisiert worden. Jetzt geht es darum, mit einem ansprechenden, musikalisch und strukturell maßgeschneidertem Konzept für frische Attraktivität und wachsendes Zuschauerinteresse zu sorgen."

Nach dem Gespräch in Kiel äußerte sich Herzog erfreut über das Interesse des Ministerpräsidenten an einer fundierten Zukunftsplanung für das Eutiner Musiktheater. "Herr Günther war gut informiert über die Verhältnisse unserer Gesellschaft und hat klar seine große Wertschätzung für die Eutiner Festspiele betont. Wir freuen uns über diese persönliche Rückendeckung und setzen auch künftig auf die Unterstützung des Landes"' sagte Herzog.

Nach seinen Worten hat der Ministerpräsident zugesagt, als Ehrengast zur Eröffnung der 68. Spielzeit zu kommen. Aufgeführt werden im Juli und August 2018 das Musical "My fair Lady" und die Oper "La Traviata". Angesetzt sind insgesamt 17 Vorstellungen, zudem steht zum Abschluss am 31. August ein Galaabend unter dem Titel "Hallo Weber - hello Bernstein" auf dem Spielplan.

In der starken Karten-Nachfrage sieht Falk Herzog eine Bestätigung der Entscheidung, noch im Sommer 2017 die Programmauswahl fürs nächste Jahr bekannt zu geben. Das gebe allen Beteiligten die notwendige Planungssicherheit. Als Anreiz für die Kartenbestellung wirke auch der gewährte Frühbucherrabatt. Der endet am 1. Dezember, eine Verlängerung werde es nicht geben, betonte Herzog. „Wir hoffen, dass die Telefone weiter kräftig klingeln."

Hintergrund: Die 1951 gegründeten Eutiner Festspiele finanzieren sich traditionell zu über 80 Prozent aus Einnahmen durch Kartenverkauf und Sponsorengelder. Öffentliche Fördermittel geben das Land (80.000 €), die Stadt Eutin (75.000€) und der Kreis Ostholstein (25.000€). Der Wirtschaftsplan für 2018 sieht Ausgaben und Einnahmen in Höhe von rund 1,4 Mio. € vor, kalkuliert ist mit einer Auslastung von 60 %. Die Tribüne fasst 1.886 Zuschauer.

Seit dem Start des Vorverkaufs am 16. Oktober sind aktuell bereits über 5000 Karten verkauft worden, der beste Start seit Jahren. Träger der Festspiele ist die gemeinnützige Neue Eutiner Festspiele GmbH. Gesellschafter sind neben Falk Herzog die Eutiner Unternehmer Arend Knoop und Dr. Joachim Scheele. Die künstlerische Verantwortung für die Festspiele-Produktionen auf der Freilichtbühne am Großen Eutiner See trägt die seit 2012 amtierende Intendantin Dominique Caron; Geschäftsführer ist seit Oktober Falk Herzog (37) aus Stendorf.

(Foto: Staatskanzlei)