13.08.2011, Musical-Nacht der Festspiele begeisterte auf dem “grünen Hügel!”
shz vom 13.08.2011
Das Wetter geriet bei der Premiere der Musical-Nacht der Eutiner Festspiele am Freitagabend zur Nebensache. Bravo-Rufe, lobende Pfiffe und ein Publikum, das vor Begeisterung die Ränge beben ließ, bestätigte, dass die Entscheidung für eine Musical-Nacht richtig war.
“Die Besucher waren trotz des Regens gut gelaunt,” war Hardy Rudolz vom ersten Abend auf dem Grünen Hügel begeistert. Er konzipierte die Show eigens für Eutin. Und die rund 1000 Besucher ließen sich nicht von dem Nieselregen in den ersten eineinhalb Stunden beirren. Auch der zeitweilig nach der Pause einsetzende Regen störte sie offensichtlich nicht. Die weltweit erfolgreichen Musicalstars Renée Knapp, Gudrun Schade, Anja-Katharina Wigger, Andreas Dellert, Lucius Wolter lieferten mit ihrem Frontmann Hardy Rudolz eine fast dreistündige, perfekte Show ab. Begleitet wurden sie von der Reinhard Stockmann Band, die schon mit Harald Juhnke, Howard Carpendale und Angelika Milster zusammen arbeiteten.
Zwischen dem Holsteiner Rudolz und dem Publikum sprang durch die lockere Moderation schnell der Funke über. Die Künstler interpretierten als Sextett, im Duett und als Solisten die großen Highlights und Ohrwürmer der Musicals wie “My Fair Lady” und “West Side Story” über “Die Schöne und das Biest” bis zu “Les Miserables” und “We will Rock you”. Rudolz bezeichnet im OHA-Gespräch die Show augenzwinkernd als “Modenschau mit Gesang”. Denn: Jeder Aufritt war mit einem neuen Outfit verbunden. Bei 16 Grad und einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit bewiesen die Sänger ihre Professionalität und vermittelten eine gesangliche und künstlerische Leichtigkeit.
Um diese zu gewährleisten war die Festspiel-Crew am Donnerstag (bis nachts um 2 Uhr) und Freitag mit aufwändigen Zeltaufbauten und Neueinrichtungen der Beleuchtung auf der Bühne gefordert. Und ohne Pause absolvierten die Künstler sofort nach der ersten Probe um 16 Uhr ihre Show.
“Einer geht noch” war am Schluss die Aufforderung einer Zugabe aus dem Publikum. Dem entsprach der Grand Signeur des Musicals Rudolz gern, warf spontan die einstudierte Applausaufstellung über den Haufen und ließ das Publikum den Zugabenwunsch im Chor singen. Nach zwei Liedern wurde das begeisterte Publikum in die inzwischen trockene Nacht verabschiedet.










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