Sa. 12. August 2017, 20 Uhr

Die Solisten

Trailer "Die Wolfsschlucht"

 


 Die Wolfsschlucht (Crossover)

Weber meets Rock: der "Freischütz" neu erzählt (Uraufführung)

weber CarlMaria 280 210  blobnormalC.M.v.Webers "Freischütz" darf zwar den Titel als DIE deutsche Nationaloper schlechthin tragen, gilt aber in seiner Gänze auch als angestaubt und bieder (sic!). Dabei sind weder die musikhistorische Bedeutung noch die Meisterschaft des Werkes bestritten. Ähnlich wie Anakin Skywalker in der "Star Wars" - Saga wendet sich Max der 'dunklen Seite der Macht' zu, um seine geliebte Agathe nicht zu verlieren. "Die Wolfsschlucht" trägt dieser Zeitlosigkeit des Stoffes Rechnung und verbindet die geniale Musik Webers mit heutigen Klängen. Dabei entsteht in der einzigartigen Atmosphäre der Eutiner Waldbühne ein schaurig-schöner Theaterabend.

Ein "aufgepimptes" Meisterstück (Auszug Ostholsteiner Anzeiger vom 12.04.2017)

Uraufführung bei den Festspielen: Der Komponist Leo Siberski zeigt mit der Wolfsschlucht eine moderne Sicht auf Webers Freischütz

IMG 7945(...)„Wir sind der festen Überzeugung, dass der Freischütz in unseren Aufführungskanon gehört. Aber die Musik muss immer wieder den Vorwurf der Biederkeit ertragen, den wir ungerechtfertigt finden, aber verstehen können", erzählt Siberski. Das großartige Stück Webers entspreche nicht mehr dem, was Menschen heute gewohnt seien, zu sehen. „Vor 200 Jahren galten ganz andere Theatergesetze", so Siberski. Der Musiker, der sich bereits in der vergangenen Saison als Dirigent und Chef des Kammerphilharmonie-Orchesters (KaPhil) bei den Festspielen hervortat, möchte mit seiner Art, die Geschichte des Freischütz zu zeigen, ein neues Publikum erreichen. „Ich möchte die Geschichte in ein ganz anderes Licht rücken, damit gesehen wird, was für ein geniales Stück das ist", betonte Siberski. Und seine Komposition der Wolfsschlucht unterliege heutigen Gesetzen. Er arbeite eng mit dem befreundeten Komponisten Per Baierlein zusammen,
der eigens für die „Wolfsschlucht" drei Stücke schreibt. Neben den großen Weber-Stücken wie der Ouvertüre, die die Zuschauer auch auf der Festspielbühne zu hören
bekommen – „nur vielleicht nicht gleich am Anfang" – schreiben die beiden gemeinsam mit der Intendantin Dominique Caron auch an den Dialogen, die teils orientiert am
Original, aber in deutlich modernerer Sprache daher kommen.(...)

Konzeption und Leitung: Leo Siberski